Sieben-Kirchen-Wallfahrt

Verabschiedung Predigt


Sieben-Kirchen-Wallfahrt unter der Überschrift "Geist-begwegt"

Am Donnerstag, 5. August 2010, fand im Rahmen der Internationalen Ministrantenwallfahrt für Teilnehmende aus dem Bistum Mainz die Sieben-Kirchen-Wallfahrt statt. Zu diesem alten Pilgerweg hatte die Diözesanstelle Berufe der Kirche im Bistum Mainz die Jugendlichen eingeladen; verantwortlich für die inhaltliche Gestaltung des Weges waren Pfarrer Markus Lerchl, Subregens und Leiter der Diözesanstelle, sowie die beiden Neupriester Christian Feuerstein und Markus Metzler. An der Wallfahrt, die unter dem Motto "Geist-bewegt" zu den sieben Hauptkirchen Roms führte, nahmen 22 Jugendliche und ihre Begleiter teil. Während ihres Weges durch Rom trug die Gruppe ein großes Holzkreuz vor sich her.

Nach dem Treffen um 7.00 Uhr an der Mariensäule vor der Kirche Santa Maria Maggiore führte der rund 20 Kilometer lange Weg die Gruppe abseits der üblichen Touristenpfade von Santa Maria Maggiore aus nach San Lorenzo fuori le mura, Santa Croce in Gerusalemme und nach San Giovanni in Laterano. Von dort aus ging es weiter nach San Sebastino ad catacumbas, San Paolo fuori le mura und schließlich nach San Pietro in Vaticano. Im Mittelpunkt der Wallfahrt standen die sieben Gaben des Heiligen Geistes, der in den einzelnen Kirchen immer wieder angerufen wurde. Außerdem wurden gemeinsam Lieder gesungen, Gebete gesprochen und Schrifttexte gehört. Zudem waren die Teilnehmer eingeladen, in den Kirchen an kurzen Aktionen teilzunehmen. In der Kirche Santa Croce in Gerusalemme, in der verschiedene Reliquien vom Kreuz Christi gezeigt werden, stellten sich die Teilnehmer beispielsweise in Kreuzeshaltung auf, um über die Bedeutung des Kreuzes zu meditieren. Vor San Giovanni in Laterano tauschte die Gruppe Gedanken zum Thema "Frömmigkeit" aus. Den Abschluss der Wallfahrt bildete schließlich der Besuch des Abschlussgottesdienstes der Mainzer Ministranten in San Leone Magno.

Den Brauch der Sieben-Kirchenwallfahrt gibt es seit dem vierten Jahrhundert. Wer nach Rom pilgerte, besuchte die sieben Hauptkirchen der Stadt, in denen wichtige Reliquien aus dem Leben Jesu und der bedeutendsten Heiligen Roms verehrt wurden.

Alexander Matschak, Bischöfl. Pressestelle